
„Das Wasser ist schweinekalt!“, kreischt Audrey. Noch vor zwei Minuten hatte sie mir erklärt, wie heiß es doch sei und wie sehr sie sich auf die Abkühlung freue. Und im neuen Bikini würde sie besonders gut ausschauen hatte sie mir zugezwinkert. Jetzt zittert sie am ganzen Leib, sieht zwar immer noch gut aus, will aber von Abkühlung nichts mehr wissen. Gerade dass ich das Foto noch schießen kann, bevor sie aus dem Wasser sprintet. Jedenfalls ist der Badeausflug schnell beendet und ich muss meine Jacke spendieren um die fröstelnde Engländerin wieder aufzuwärmen. Die kleinen und einfachen Wanderungen entlang der Schlucht führen an einigen dieser Badestellen vorbei und das Szenario ist fast überall gleich: Freudige Sprünge in die Fluten, gefolgt von lauten Schreien und schallendem Gelächter von den Draussengebliebenen. Es ist halt doch Winter hier und die Temperaturen des Wassers sind mit denen eines österreichischen Gebirgsbachs zu vergleichen. Leider bin ich etwas in Eile und so liefere ich Audrey wieder an der Jugendherberge ab, in der wir uns am Abend zuvor kennen gelernt hatten. Ich selbst will heute noch weiter Richtung Cooktown.
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