Montag, 20. August 2007

Cowgirls am Cape


Cape York, nahe Cooktown - Ja, auf dem Bild ist tatsächlich ein waschechtes Cowgirl mit ihrem treuen Ross zu sehen. Wenn man mal durch die schier undurchdringlichen Staubwolken hindurch gesehen hat. Julie (auf ihrem Pferd „Lightning“) ist stolz auf ihren Beruf. „Ich habe in meinem Leben noch nie etwas anderes gemacht,“ erklärt sie mir bei einem Bier, „und ich wollte nie etwas anderes sein“. Aufgewachsen auf einer Cattle-Station im rauen Nordterritorium hat sie früh das Handwerk gelernt. Schon als kleines Mädchen habe sie ihrem Vater bei der Arbeit geholfen, und mit stolz geschwellter Brust fügt sie hinzu: „ich konnte reiten bevor ich richtig laufen konnte.“ Eine Aussage, die ich schon oft gehört habe und die wohl nicht komplett wörtlich zu nehmen ist, aber man weiß was gemeint ist. Und reiten können sie hier alle wie der Teufel. Zwar haben auf den großen Rinderfarmen längst Hubschrauber und Motocross-Maschinen als Hilfsmittel für den Viehtrieb Einzug gehalten, das Pferd ist aber trotzdem noch unverzichtbares Arbeitstier. Und einen weiteren Vorteil habe der Beruf für sie, fügt Julie mit einem Grinsen hinzu: Über Männermangel könne sie sich nicht beklagen.

Keine Kommentare: