
In Australien ist kürzlich wieder ein Buch mit dem Namen „Roadkill“ erschienen, Inhalt: überfahrene Tiere am Straßenrand. Das mag auf den ersten Blick etwas makaber sein, wenn man aber selbst durch das Outback fährt, dann MUSS einem zwangsläufig diese Idee kommen. Zum einen gibt es wirklich eine unglaubliche Menge und Vielfalt an Kadavern am Straßenrand, zum anderen ist die Fahrt sehr monoton: alle 200km ein Roadhouse und von Zeit zu Zeit ein Road-Train, eines jener PS-Ungetüme, die mit bis zu 4 Lastwagenanhängern und gut 100km über die Straßen preschen. Jedenfalls können da die Gedanken schon mal in derartige Sphären abschweifen - was dann unter Umständen zu einem weiteren Opfer führt, weil man nicht mehr richtig aufpasst. Tatsächlich habe ich nicht nur die obligatorischen Känguruüberreste gesehen, sondern auch die von Wombats, Schafen, Ziegen, Schlangen, Eidechsen, Schnabeligeln und sogar von Kühen. Und das alles mehrfach und in den verschiedensten Stadien der Verwesung. Meist sind es die Fahrer der Road-Trains, die sich, bei dem unglaublichen Bremsweg ihrer Gespanne, erst gar nicht die Mühe machen in die Eisen zu steigen. Aber auch so mancher Tourist durfte diese Erfahrung schon machen. Dann auch mit erheblichen Kosten verbunden, denn während die Lastwagen immer über einen massiven Rammschutz aus Stahl verfügen, sind normale PKWs dem Aufprall einer Kuh nicht wirklich gewachsen (einer meiner Freunde hat genau so sein Miet-WoMo in den Autohimmel befördert). Mein Favorit für das Foto zu diesem Eintrag ist allerdings eine etwas andere Art von Roadkill: ein (aus)geschlachteter Holden.
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