
Ich habe die Goldfelder Australiens hinter mir gelassen. Beeindruckend wie der Goldrausch vor mehr als 150 Jahren die Ortschaften gepraegt hat. Am deutlichsten ist das heute noch an den imposanten Bauwerken zu sehen. Es gab Zeiten, da musste man sich einfach bücken und die Goldklumpen von der Erde aufheben. Aber auch als das Edelmetall nur noch unter Tage zu finden war erwiesen sich die Goldfelder um Bendigo und Ballarat als äußerst ergiebig. Zwar ist diese Zeit lange vorbei, aber die Gebäude der beiden Orte zeigen deutlich, dass man auch Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht zu sparen brauchte. In Ballarat hat man eine ehemalige Goldgräberstadt nachgebaut – mit original Gebäuden und einigen „Füllbauwerken“. Dutzende von Freiwilligen haben sich ganz im Stil der 1850er gekleidet und spielen hier für die Touristen Goldgraeber, Soldat oder Ladenbesitzer. Und auch wenn das für meinen Geschmack schon stark in Richtung Kitsch geht, so habe ich dort immerhin eines gelernt: vorausgesetzt ich wäre aus purem Gold, dann wäre ich nach dem derzeitigen Kurs 2.254.000 Australische Dollar wert.
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